Alle Antworten auf Ihre Fragen

Uns erreichen immer wieder Fragen rund um das Thema Brennholz. Um Ihnen eine Sammlung aller häufig gestellten Fragen übersichtlich auf einen Blick zu ermöglichen, haben wir die wichtigsten Fragen für Sie beantwortet. Sollten Sie weitere Fragen haben, können Sie uns natürlich jederzeit gerne kontaktieren.

Inhaltsverzeichnis aller Fragen

1. Welche Holzarten eignen sich für Brennholz?
2. Heizwert und Unterschied der verschiedenen Brennholz-Arten
3. Die richtige Lagerung vom Brennholz
4. Wie lange sollte Brennholz gelagert werden?
5. Wo sollte Brennholz gelagert werden?
6. Was ist ein Raummeter?
7. Was ist ein Schüttraummeter?

1. Welche Holzarten eignen sich für Brennholz?

Birke

Birkenholz wird sehr häufig als Kaminholz verwendet. Es versprüht keine Funken und enthält ätherische Öle, die beim verbrennen einen angenehmen Duft freisetzen. Geht es um den Einsatz in Zengtralheizungen, brennt das harte Borkenholz schneller ab als Buche oder Esche.

Buche

Buche als Brennholz wird sehr häufig in Kaminen und in geschlossenen Heizkesseln verwendet. Das schöne Flammenbild, der geringe Funkenflug sowie der hohe Brennwert sind Hauptgründe hierfür. Der Brennwert der Buche wird oft als Referenzwert im Vergleich zu anderen Gehölzen herangezogen. Da Buche in der Möbelindustrie begehrt ist, liegt der Preis für Buchenbrennholz höher.

Eiche

Die Eiche zählt zu den bekanntesten einheimischen Brennholzharten. Sie brennt sehr langsam ab und eignet sich daher gut für Öfen oder Heizkessel. Da Eichenholz im Vergleich zu anderen Arten einen hohen Gerbstoffanteil hat, können Abgasrohre bei einer Unterversorgung mit Verbrennungsluft angegriffen werden.

Fichte

Das weiche Fichtenholz wäschst schnell und wird häufig zum anfeuern von Kaminen und Öfen genutzt. Es bringt die Heizung zügig auf Temperatur. Da es jedoch sehr schnell abbrennt, eignet sich Fichtenholz nicht für den Dauerbetrieb. Besonderheit: Der hohe Harzanteil sorgt dafür, dass Fichtenbrennholz beim Verbrennen besonders romantisch knistert und prasselt.

Kiefer

Die Kiefer wächst sogar auf trockenen und sandigen Böden recht schnell. Durch den niedrigen Heizwert und die Tatsache, dass das Holz schnell abbrennt, eignet es sich als Brennholz höchstens zum Anheizen. Der Vorteil gegenüber anderen Arten: Fichtenbrennholz trocknet schneller. Optimale Werte werden hier bereits nach einjähriger Lagerung erreicht.

2. Heizwert der verschiedenen Brennholz-Arten

Der Begriff Heizwert und Brennwert wird oft als Synonym angesehen. Die beiden Werte unterscheiden sich allerdings etwas voneinander. Der Brennwert ist ein theoretischer Wert, der die maximal nutzbare Wärmemenge bei einer Verbrennung bezeichnet. Der Heizwert liegt etwa 10% unterhalb des Brennwertes. Soll also der Heizwert von Holz ermittelt werden, müssen aus den Werten in der nachfolgenden Brennwerttabelle 10% abgerechnet werden. Um genau zu sein ist der Umrechnungsfaktor von Brennwert zu Heizwert bei Holz 0,926.

HolzartBW kWh/rmBW kWh/kg
Eiche21004,2
Buche21004,0
Robinie21004,1
Esche21004,1
Kastanie20004,2
Ahorn19004,1
Birke19004,3
Platane19004,2
Ulme19004,1
Kirsche18004,3
Lärche17004,4
Kiefer17004,4
Douglasie17004,4
Fichte15004,5
Tanne14004,4

3. Die richtige Lagerung vom Brennholz

Der Lagerplatz für geeignetes Kaminholz sollte mehrere Kriterien erfüllen. Er sollte sich auf der wetterabgewandten Seite – also auf der Südseite des Hauses – befinden, denn dort ist die Sonneneinstrahlung am längsten. Damit das Holz vor Nässe und Schlagregen geschützt ist, sollte der Lagerplatz zudem überdacht sein und über eine belüftete Unterlage für die Holzscheite verfügen. Diese Unterlage kann beispielsweise aus Paletten bestehen. So liegt das Holz nicht direkt auf dem Boden und kann keine Feuchtigkeit absorbieren.

4. Wie lange sollte Brennholz gelagert werden?

Sie sollten definitiv vor Juli mit dem Trocknen anfangen, wenn Sie das Holz noch im gleichen Jahr als Brennmaterial verwenden wollen. Als Faustregel können Sie sich merken: 250 Tage reichen mitunter aus, wenn man darauf achtet das Brennholz richtig zu lagern.

5. Wo sollte Brennholz gelagert werden?

Grundsätzlich erfüllt der optimale Lagerplatz für Brennholz diese drei Voraussetzungen:

  • Er ist trocken und im Idealfall sonnig.
  • Er bietet Schutz vor Witterungseinflüssen.
  • Er ist gut belüftet.

Ein guter Platz, um Brennholz im Garten zu lagern, ist direkt am Haus. Als ideal empfiehlt sich eine nach Süden ausgerichtete Hauswand unter einem großzügigen Dachüberstand. Für eine optimale Luftzirkulation stapelst du das Holz mit fünf bis zehn Zentimetern Abstand zur Hauswand.

Während des Trocknungsprozesses gut aufgehoben ist Brennholz
beispielsweise auch unter dem Schleppdach eines Gartenhauses. Eine traditionelle Art, im Garten Brennholz zu lagern, ist eine sogenannte „Holzmiete“. Dabei werden die Holzscheite in einer freien Konstruktion zu einem Zylinder aufgeschichtet, der sich nach oben hin verjüngt.

Um in jeder Heizperiode ausreichend trockenes Holz zur Verfügung zu haben, solltest du beständig Holz für ein bis zwei Jahre einlagern und dabei unbedingt diese Tipps berücksichtigen:

Unabhängig von der Lagervariante benötigst du eine Basis aus Kanthölzern, Europaletten oder Steinen: So verhinderst du, dass das Holz vom Boden her Feuchtigkeit zieht. Die Überdachung, die das Brennholz vor der Witterung schützt, muss luftdurchlässig sein. Unter einer Plastikplane o. ä. kann die Feuchtigkeit nicht entweichen und das Risiko für Schimmelbildung ist groß. Verwende stattdessen besser ein Wellblech.

Im Schuppen oder in der Garage solltest du Brennholz lagern, das schon einige Zeit vorgetrocknet wurde. In geschlossenen Räumen ist die Luftzirkulation sehr gering und es kommt ebenfalls häufig zur Schimmelbildung und Fäulnis. Dadurch sinkt nicht nur der Heizwert des Holzes, sondern es können auch nachhaltige Schäden an der
Bausubstanz entstehen.

6. Was ist ein Raummeter?

Ein Raummeter (RM) ist das übliche Handelsmaß für gestapeltes Kaminholz. Es bezeichnet die Menge an gespaltenem Kaminholz, die auf einer Fläche von 1m * 1m zu einer Höhe von 1m aufgestapelt wurden. 1RM sind ca. 0,65 fm (Festmeter). Ein Festmeter ist ein massiver Quader Holz von 1m*1m*1m Kantenlänge.

7. Was ist ein Schüttraummeter?

Ein Schüttraummeter (SRM) ist ein weiteres übliches Handelsmaß für Kaminholz. Es bezeichnet die Menge gespaltenes Kaminholz, dass auf einer Fläche von 1m * 1m zu einer Höhe von 1m geschüttet wurde.